Cloudspeichersicherheit: Wie können Sie Ihre Daten in der Cloud sichern?

Heutzutage finden viele Unternehmen das Speichern in der Cloud komfortabel. Cloudspeicheranbieter bieten Services mit unschlagbarer Nutzbarkeit, Schnelligkeit, Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Produktivität, doch wie alle anderen Technologien haben auch sie ihre Vor- und Nachteile.

Einer der wichtigsten Aspekte bei der Cloudsicherheit ist die Garantie, dass ausschließlich befugte Personen, also Sie und Ihre Mitarbeiter, auf die Dateien und Dokumente in der Cloud zugreifen können. Die Verantwortung für die Sicherung Ihrer Cloud liegt letztendlich bei Ihnen und dem Anbieter. Wenn Sie vorhaben, Cloudspeicher für Ihr Business einzusetzen, dann müssen Sie Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, Ihre Daten mit Passwörtern und 2-Stufen-Authentifizierung zu schützen und den Zugriff von anderen auf sensible Daten zu kontrollieren und beschränken.

Ein guter Grund für den Wechsel in die Cloud ist die von ihr gebotene Flexibilität, während Ihre Daten gesichert sind und sicher geteilt werden können. Der Anbieter führt ein Back-up aus und ist für die Instandhaltung und Verwaltung zuständig.

Doch müssen Sie einige Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass der gewählte Cloudservice die Sicherheit Ihrer Daten gewährleistet. Es gibt oft Bedenken, was Cloudsicherheit betrifft, da vor Kurzem das Vertrauen in Techgiganten gebrochen wurde.

Unabhängig davon, welchen Cloudspeicher Sie verwenden, sind die Grundsätze der Datensicherheit die gleichen. Sie müssen Ihre Daten schützen, Ihre Nutzer befugen und authentisieren und deren Zugriff und Aktivitäten verfolgen. Sicherheitsrisiken wie Datenpannen, das Hacken von Konten, Informationsmissbrauch und unbefugter Zugriff können Ihr Business gefährden.

Bevor wir die wichtigsten Punkte bezüglich Cloudsicherheit durchgehen, werfen wir zuerst einen Blick darauf, wie sie funktioniert.

Wie funktioniert Sicherheit in der Cloud?

Cloudbasierte Sicherheitsservices müssen sicherstellen, dass Ihre Informationen sicher sind. Anbieter verhindern den Zugriff für unbefugte Personen mithilfe von Verschlüsselung, die die Sicherheit der in der Cloud gespeicherten Daten garantiert, und offerieren zusätzliche Kontrolloptionen. Sie bieten auch Möglichkeiten zur Wiederherstellung und für Back-ups im Falle eines Datenverlusts.

1. In-Transit- und At-Rest-Verschlüsselung

Um Datenschutz zu implementieren, wird der Datenverkehr zuerst in die Sicherheitscloud übertragen, wo er gefiltert wird, bevor er das Anwendungssystem erreicht. Während der Übertragung verwenden die Anbieter das TLS-Protokoll, um Ihre Daten vor Abhörung zu schützen. Dieses nutzt Chiffre, Authentifizierung und Schlüsselaustausch zur Sicherung der Verbindung.

Sobald Daten diesen sicheren Kanal verlassen, werden sie entschlüsselt. Wenn also Ihre Daten den Server des Anbieters erreichen, können diese für Hacker oder böswillige Mitarbeiter zugänglich sein. Möglicherweise verschlüsselt der Anbieter Ihre Daten erneut vorm Speichern auf seiner Festplatte, was wir At-Rest-Verschlüsselung nennen. Da der Serviceprovider aber über den Verschlüsselungscode zu Ihren Dateien verfügt, kann er oder eine andere Person, die Zugriff auf die Codes erlangt, Ihre Dateien entschlüsseln.

2. Clientseitige Verschlüsselung

Es sind viele Verschlüsselungsalgorithmen auf dem Markt verfügbar, von der alten DES- bis hin zur neuen AES-Verschlüsselung. Diese Verschlüsselungsmethoden verwenden komplexe Algorithmen, um Daten zu schützen und zu verbergen. Cloudanbieter nutzen diese Methoden, um die Identität der Daten zu verwalten und Zugriff von unbekannten Anwendungen aus zu beschränken, die auf diese verschlüsselten Inhalte zuzugreifen versuchen.

AES ist der aktuellste und sicherste Verschlüsselungsalgorithmus. Er bietet verschiedene Sicherheitsstufen abhängig von der Schlüssellänge, welche 128, 192 oder 256 Bit betragen kann. Die Version mit 256 Bit ist die sicherste auf dem Markt. Nach aktuellem Stand konnte diese bisher von niemandem geknackt werden.

Obwohl die meisten Cloudanbieter nur At-Rest-Verschlüsselung nutzen, kann nur die clientseitige Verschlüsselung die Vertraulichkeit Ihrer Dateien gewährleisten. Bei clientseitiger oder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erfolgen Verschlüsselung und Entschlüsselung auf dem Nutzergerät. Die Dateien, die in die Cloud hochgeladen werden, werden niemals auf den Servern des Anbieters entschlüsselt, da diese nicht über die Verschlüsselungscodes verfügen. Selbst wenn also böswillige Mitarbeiter oder Hacker Zugriff auf den Anbieterserver erlangen sollten, können sie Ihre Dateien nicht entschlüsseln.

3. Zero-Knowledge-Authentifizierung

Zero-Knowledge-Authentifizierung verhindert, dass unbefugte Personen Ihre Daten einsehen. Diese Authentifizierungsmethode bietet Ihnen ein Schlüsselzugriffskennwort. Das heißt, dass der Anbieter keine Verschlüsselungscodes und Nutzerpasswörter in unverschlüsselter oder ungehashter Form speichert. Damit ist sichergestellt, dass niemand, nicht einmal der Anbieter, auf Ihre Inhalte zugreifen kann.

Ein Nachteil dieser Methode ist, dass der Verlust eines Passwortes permanent ist, da der Serviceprovider keine Passwörter zurücksetzen kann. Um eine solche Situation zu vermeiden, ist es empfehlenswert, ein Passwortmanager-Tool zu nutzen. Und erstellen Sie auf jeden Fall ein starkes Passwort, das Sie sich merken können.

Es gibt nur wenige Cloudspeicheranbieter auf dem Markt, – einer von diesen ist Tresorit – die Zero-Knowledge-Authentifizierung in ihre Sicherheitsfunktionen aufgenommen haben.

4. 2-Stufen-Verifizierung

Die 2-Stufen-Verifizierung bietet eine extra Sicherheitsstufe, mit der Sie vorbeugen können, dass Hacker Ihre Daten entwenden. Wenn Sie 2-Stufen-Verifizierung verwenden, erfordert das Tool nach der Anmeldung mit Ihrem Passwort die Eingabe eines zusätzlichen Codes.

Den Code können Sie mit verschiedenen Methoden erhalten: per E-Mail, Anruf oder SMS. Diese Methode macht Angriffe für Hacker komplizierter, da zum Zugriff auf Ihr Konto eine zusätzliche Verifizierung nötig ist.

5. Kontrolle über Inhalte

Die meisten Cloudspeicheranbieter ermöglichen Datentausch mit Erstellung von Links zu Ordnern oder Dateien oder durch das Versenden einer Einladung zur Zusammenarbeit. Ein großer Vorteil von Cloudspeichern ist dabei, dass Sie Inhalte mit anderen Personen teilen können und gleichzeitig die Kontrolle über die geteilten Inhalte haben.

Sie können Ihre Inhalte auf vielerlei Wege kontrollieren. Sie können Ordnerberechtigungen, Ablaufdaten, Passwortschutz für Links und vieles mehr implementieren.

6. Schutz vor Erpressersoftware

Ein Erpressersoftwareangriff kann Ihrem Business ernsten Schaden zufügen. Eine Art von Angriffen erfolgt, indem Hacker Schadsoftware nutzen, die nach sensiblen Daten sucht und diese verschlüsselt. Wenn Sie Ihre Dateien zurückbekommen möchten, müssen Sie Hackern Lösegeld zahlen, um den Entschlüsselungscode zu erhalten. Am besten wählen Sie daher einen Cloudspeicheranbieter, der Schutz vor Erpressersoftware bietet oder vor Angriffen gut geschützt ist.

Die meisten Cloudspeicheranbieter bieten Dateienversionen als eine Lösung im Kampf gegen Erpressersoftware. Die Implementierung kann je nach Anbieter unterschiedlich sein. Manche bieten eine unbegrenzte Anzahl von Versionen an, während die meisten gewöhnlicherweise ältere Versionen 15 oder 30 Tage lang zur Verfügung stellen.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen:

Mangelhafter Schutz Ihrer Daten in der Cloud kann Ihrem Business großen Schaden hinzufügen. Wenn Sie den Wechsel in die Cloud planen oder Ihre Dokumente bereits in der Cloud speichern, dann überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Daten sichern können, indem Sie verschiedene Sicherheitsservices von Anbietern recherchieren und vergleichen.

Wir möchten Ihnen ein paar nützliche Tipps geben, wie Sie Ihre Daten in der Cloud sichern können:

  • Prüfen Sie, ob der Cloudspeicheranbieter überzeugende Sicherheitsrichtlinien anbieten kann. Ich kann es nicht genug betonen: Sie sollten als Teil Ihrer Recherche unbedingt ihre Sicherheitsrichtlinien durchlesen.
  • Schauen Sie sich die Nutzungsvereinbarung eingehend an, damit Sie verstehen, wie der Cloudspeicheranbieter funktioniert. Schliesslich werden Sie Ihre wichtigen Daten darin speichern, so dass Sie auch das Kleingedruckte lesen sollten. Scheuen Sie sich nicht den Kundenservice zu kontaktieren, wenn Sie etwas nicht verstehen oder Fragen haben.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden mit nützlichen Sicherheitsrichtlinien und bewährten Vorgehensweisen, vorgeschlagen von Cloud Security Alliance. Diese nicht profitorientierte Organisation hat sich das Ziel gesetzt “für bewährte Vorgehensweisen zu werben, die Sicherheit in Cloud Computing gewährleisten”.
  • Erstellen Sie ein starkes und sicheres Passwort, das Sie sich merken können. In vielen Fällen verursachen die Nutzer selbst die Sicherheitslücken. Bereits ein schwaches Passwort kann Ihr Unternehmen ruinieren.

Wenn Sie diese Schritte für Cloudsicherheit und Datenschutzsstrategie umsetzen können, dann sind Sie auf dem richtigen Wege, Ihre Daten im Cloudspeicher zu sichern. Cloudsicherheit ist kein triviales Thema. Es ist an der Zeit, Sicherheit in Ihre Cloud zu bringen.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie in der Cloud sicher arbeiten können? Lesen Sie unsere Broschüre zum Ersetzen von Dateiservern oder besuchen Sie unsere Webseite zum Cloudspeichervergleich.

 

Über den Autor

 

Joe Kok ist der Gründer von GoodCloudStorage. Er ist ein großer Fußballfan, weil ihm die Intensität und der Wettbewerb in der Sportart gefallen. Wenn er sich keine Spiele anschaut, sitzt er vor dem Computer und arbeitet daran, mehr Traffic zu erzielen und mehr Leser anzusprechen.

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