Ob Kunden-Onboarding, Kreditvergabe oder Prüfung: Finanzprozesse folgen klaren Schritten und Zuständigkeiten. Doch sobald externe Beteiligte hinzukommen, werden diese Strukturen schnell brüchig. Dokumente wandern per E-Mail hin und her, der aktuelle Bearbeitungsstand ist nicht für alle klar ersichtlich, und Entscheidungen verteilen sich auf Postfächer und Chat-Tools. Das kostet Zeit und setzt sensible Daten zusätzlichen Risiken aus.
Für Banken, Vermögensverwalter, Versicherer und Kreditinstitute sind diese Brüche mehr als nur ein Effizienzproblem. Sie wirken sich auch auf Compliance, Reaktionsfähigkeit und letztlich auf das Vertrauen der Kunden aus. Tatsächlich wurden die eingesetzten, klassischen Filesharing-Tools auch nicht für diese Form komplexer Zusammenarbeit entwickelt. Finanzinstitute brauchen Umgebungen, die nicht nur Dateien verwalten, sondern die gesamten Workflows sicher, transparent und lückenlos unterstützen.
Onboarding: wenn Theorie auf Praxis trifft
Es ist Montagmorgen. Eine Kundenberaterin einer Privatbank startet das Onboarding eines vermögenden Neukunden. Sie sendet eine E-Mail an ihn mit der Liste der benötigten Unterlagen: Reisepass, Adressnachweis, Steuerinformationen und Einkommensnachweise.
Ein paar Stunden später treffen die Antworten nach und nach ein. Ein Dokument hängt direkt an der E-Mail, ein anderes erreicht die Beraterin über einen Cloud-Link. Ein weiteres fehlt noch. Gegen Mittag fragt eine Kollegin aus dem Bereich Compliance in einem separaten Chat nach: „Ist das die neueste Version? Seite 3 scheint unvollständig zu sein. Kannst du den Kunden bitten, sie noch einmal zu senden?“
Am Ende des Tages ist von einem strukturierten Onboarding-Prozess kaum noch etwas zu spüren:
- mehrere parallele E-Mail- und Chat-Verläufe
- auf verschiedene Tools verteilte Rückfragen und Entscheidungen
- kein Überblick über Dokumente, fehlende Unterlagen oder aktuelle Versionen
Doch beim Onboarding entsteht der erste Eindruck, der bekanntlich zählt. Für viele Kunden ist dies die erste konkrete Erfahrung mit der Arbeitsweise eines Finanzinstituts. Wirkt der Prozess ungeordnet oder langsam, nimmt das Vertrauen Schaden, noch bevor die Kundenbeziehung richtig begonnen hat.
Von Insellösungen zu klaren Workflows: warum verschlüsselte Datenräume wichtig sind
Viele Finanzteams arbeiten mit einem Mix aus Tools, die nicht für die Anforderungen stark regulierter Kundenprozesse konzipiert sind. Filesharing-Plattformen, E-Mail, Tabellen, Chat-Anwendungen und externe Editoren laufen nebeneinander. Die fehlende Verbindung zwischen diesen Systemen müssen Teams manuell und damit mit viel Aufwand herstellen.
Workflow-basierte Datenräume wie Tresorit folgen einem anderen Ansatz. Sie setzen nicht einfach ein weiteres Werkzeug neben die bestehenden Lösungen, sondern bündeln Dateiaustausch, Abläufe und Kommunikation in einer zentralen, sicheren Umgebung.
Auf diese Weise können Teams ihre Arbeitsabläufe an den tatsächlichen Prozessen ausrichten:
- geführtes Onboarding, von der Einreichung der Dokumente bis zur finalen Freigabe
- strukturierte Kreditprüfung und Genehmigung
- durchgängige Vertragsprozesse, vom Entwurf über die Prüfung bis zur Unterzeichnung
- vereinfachte Prüfungen mit kontrolliertem Zugriff und vollständiger Aktivitätsübersicht
„Die Datenräume wirken professionell, sind benutzerfreundlich und lassen sich für viele unterschiedliche Szenarien anpassen.”
Mick Deben
–Cyber Security Consultant, DMC Group
Wenn Kunden, Prüfer und externe Partner Teil des Prozesses werden
Für Kunden, Prüfer und externe Partner prägt die Art der Zusammenarbeit den Eindruck von der gesamten Organisation. Unübersichtliche oder schwer nachvollziehbare Prozesse beeinträchtigen das Vertrauen.
Sichere Kunden- und Partnerportale schaffen daher Ordnung und Klarheit. Externe Beteiligte müssen Dateien nicht mehrfach per E-Mail versenden oder sich durch unübersichtliche Ordnerstrukturen arbeiten. Stattdessen folgen sie einem geführten Prozess, in dem Aufgaben, Fristen und Abstimmungen direkt verankert sind. Sie erhalten unkomplizierten Zugang, ohne zusätzliche technische Anforderungen erfüllen zu müssen. Datenräume im eigenen Branding sorgen zudem dafür, dass Kunden die Marke auch im digitalen Prozess als einheitlich und vertrauenswürdig wahrnehmen.
„Mit Tresorit Engage sind Fragen zum Aufgabenstatus oder zu den neuesten Dokumentenversionen überflüssig geworden. Alle können Informationen klar und zentral abrufen. Das ist unglaublich hilfreich und spart uns vor allem Zeit.”
Mick Deben
–Cyber Security Consultant, DMC Group
Security und Compliance: fest verankert statt nachträglich ergänzt
In der Finanzbranche entstehen Sicherheitsrisiken selten durch einen einzelnen, besonders großen Fehler. Häufig entstehen sie an den Bruchstellen der täglichen Zusammenarbeit, wenn sensible Informationen zwischen internen Teams und externen Beteiligten ausgetauscht werden. Fehlen Transparenz und Nachverfolgbarkeit, lässt sich oft nicht mehr eindeutig nachvollziehen, wer worauf Zugriff hatte, welche Version aktuell ist oder wie Entscheidungen zustande kamen. Deshalb verlangen Regelwerke wie DORA, MaRisk, NIS2 und DSGVO nicht nur sichere Systeme, sondern auch transparente und nachvollziehbare Abläufe.
Verschlüsselte Datenräume leisten beides, indem sie Security und Compliance direkt im Arbeitsablauf verankern:
- Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Daten jederzeit.
- Der Zugriff erfolgt strikt rollenbasiert und kontrolliert.
- Alle Aktionen werden automatisch protokolliert und sind vollständig nachvollziehbar.
Damit entfallen Sicherheitslücken, die durch Umwege oder Medienbrüche entstehen. Jede Interaktion bleibt geschützt und transparent – vom ersten Upload bis zur finalen Freigabe.
Der Weg zu einem besseren Kunden-Onboarding
Zurück zum Kunden-Onboarding: Derselbe Prozess kann auch anders aussehen – ohne Durcheinander, ohne zusätzliche E-Mail-Schleifen und ohne Unsicherheit darüber, welche Version gerade aktuell ist. Statt eine weitere Nachricht zu formulieren, erstellt die Kundenberaterin in Sekunden einen neuen Engage-Raum für den Kunden auf Basis einer vordefinierten Vorlage. Aufgaben, Zuständigkeiten, Zeitpläne und benötigte Dokumente sind von Anfang an hinterlegt.
Der Kunde muss wiederum nicht erst in E-Mails nach Anweisungen suchen, sondern findet sich in einem sicheren Arbeitsbereich wieder, der zum Erscheinungsbild des Finanzinstituts passt und professionell wirkt. Der gesamte Prozess ist für ihn sofort nachvollziehbar und führt Schritt für Schritt durch die nächsten Aufgaben. Auch intern bleiben alle Beteiligten auf demselben Stand. Die Kundenberaterin verfolgt den Fortschritt in Echtzeit, die Compliance-Abteilung prüft Dokumente direkt nach dem Eingang, und Verträge können im selben Ablauf unterschrieben werden – ohne Tool-Wechsel oder Umwege.
„Früher konnte das Onboarding eine Stunde dauern. Jetzt dauert es mit Engage zehn Minuten. Das ist Effizienz.”
Henk-Jan Angerman
–Founder & Chief Visionary Officer bei SECWATCH
Vom Onboarding zu durchgängigen Finanzprozessen
Die Stärke des Ansatzes liegt darin, dass sich dieselbe Struktur, über das Onboarding hinaus, auf weitere Prozesse in der Finanzbranche übertragen lässt.
Beantragt der Kunde nach dem Onboarding zum Beispiel einen Kredit, beginnt die Abstimmung nicht wieder von vorn. Die benötigten Dokumente liegen bereits im Arbeitsbereich, Zuständigkeiten sind klar, und Genehmigungen erfolgen in einem nachvollziehbaren Ablauf. Und beim Vertragsabschluss wird genau dort unterschrieben, wo auch die übrigen Schritte stattfinden.
Dasselbe gilt für Prüfungen. Was früher kurz vor Fristende hektisches Suchen auslöste, lässt sich nun routiniert und ohne Hektik abwickeln. Dokumente sind bereits geordnet, der Zugriff für Prüfer ist kontrolliert, und jede Interaktion wird automatisch protokolliert.
Was mit einem reibungsloseren Onboarding beginnt, setzt sich als einheitliche Arbeitsweise über die gesamte Kundenbeziehung hinweg fort.
Workflows statt bloßem Dateiaustausch
Im Finanzdienstleistungssektor besteht die Herausforderung längst nicht mehr nur darin, Daten sicher zu speichern. Gefragt ist vielmehr, komplexe Arbeitsabläufe transparent, nachvollziehbar und über Teamgrenzen hinweg einfach steuerbar zu machen – für interne Teams, Kunden, Prüfer und externe Partner.
Verschlüsselte Datenräume lösen eines der größten Effizienzprobleme im Finanzalltag: die Fragmentierung von Zusammenarbeit über verschiedene Systeme, Kanäle und Prozesse hinweg. Sie bündeln Dokumente, Workflows, Kommunikation und Freigaben in einer sicheren und benutzerfreundlichen Umgebung – und unterstützen damit echte Finanzprozesse – vom Onboarding über Kreditgenehmigungen und Audits bis hin zu weiteren geschäftskritischen Abläufen. Letztlich macht in einer vertrauensbasierten Branche genau das den Unterschied – vom allerersten Kontakt an.
Verwandeln Sie fragmentierte Prozesse in nahtlose Workflows. Erfahren Sie, wie verschlüsselte Datenräume mit integrierten Workflows Onboarding, Audits und die Zusammenarbeit im Finanzbereich von Beginn an verbessern.
Brigitta Finta
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