6 Internetsicherheitstipps zum Schutz Ihrer Firmendaten

Die steigende Anzahl der Hackerangriffe und Datenpannen in den letzten Jahren zeigt, dass Hacker vermehrt nach Information jagen. Die Angriffsfläche hierfür hat sich vergrößert und die Angriffe selbst sind immer ausgefeilter geworden, wodurch einst als unwahrscheinlich abgetane Risiken nun regelmäßig auftreten. Aus diesem Grund müssen Geschäftsführer verstehen, dass keine Einzelperson und kein Unternehmen 100% vor Datenverlusten geschützt ist und dass sie sich neuen Risiken bewusst sein und sich besser als je zuvor auf diese vorbereiten sollten.

Als Geschäftsführer von Tresorit, einem Unternehmen, dessen Service auf das Garantieren von Datenschutz ausgerichtet ist, musste ich strenge interne Richtlinien implementieren und viele Maßnahmen ergreifen, um Angriffe zu vermeiden und sicherzustellen, dass mein Unternehmen gut auf potenzielle Risiken vorbereitet ist. In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Erfahrungen mit Ihnen teilen und nützliche Sicherheitstipps geben, die auch Ihr Unternehmen einführen sollte, damit es bestens vor möglichen Angriffen geschützt ist.

1. Machen Sie Cybersicherheit zu Ihrer Priorität und entwerfen Sie eine entsprechende Strategie

Wenn Sie Ihre Firma vor möglichen Bedrohungen schützen möchten, dann müssen Sie zuerst verstehen, dass auch Sie – genau wie jeder andere – Cyberattacken zum Opfer fallen können. Mit dem Gedanken “das wird mir nicht passieren” unterschätzen Sie das Risiko. Diese Einstellung ist falsch, da sich heutzutage die Angriffe in einem alarmierenden Tempo verbreiten. Daher sollten Sie Internetsicherheit ernst nehmen und das Thema in Ihrer Organisation mit Priorität angehen. Sie müssen eine Sicherheitsstrategie aufsetzen, indem Sie die Daten, die Sie handhaben, klassifizieren und ihnen eine angemessene Sicherheitsstufe zuordnen. Ein Hauptelement Ihrer Strategie sollten effektive Kontrollmaßnahmen sein, die dem Sensibilitätslevel der Daten entsprechen. Sie sollten sich auch regelmäßig über neue technologische Entwicklungen informieren, sowohl was Bedrohungen als auch Lösungen angeht.

2. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für IT-Sicherheit und Datenschutz

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Fahrlässigkeit durch Angestellte das größte Sicherheitsrisiko für Unternehmen darstellt. Mitarbeiter werden oft zum Opfer von Phishing-Attacken, klicken auf schädliche Links, die das ganze Computersystem infizieren können oder legen sensible Daten offen, wenn sie öffentlich auf Mobilgeräten arbeiten. Daher sollen Bewusstseinsbildung und Mitarbeitertraining als Kernelement in die Sicherheitsstrategie integriert werden, damit jeder versteht, wie wichtig Datenschutz und Sicherheitsprotokolle sind. Den Prozess können Sie mithilfe eines von Ihnen ernannten Datenschutzbeauftragten in die Wege leiten, der Ihre Angestellten regelmäßig schult und über aktuelle Drohungen und Vorbeugungsmaßnahmen aufklärt. Wir haben dieses Thema schon einmal hier besprochen.

3. Nehmen Sie Passwörter und Authentifizierung ernst

Diese Warnung haben Sie bestimmt schon hundertmal gehört, aber sie wird trotzdem von vielen nicht ernst genommen, was erklärt, warum viele Konten aufgrund von zu einfachen Passwörtern gehackt werden. Erstellen Sie mit einem Passwortmanagertool ein starkes und einzigartiges Passwort für jedes Ihrer Konten und ändern sie Ihre Passwörter regelmäßig. Sie sollten niemals ein altes Passwort wiederverwenden oder dasselbe Passwort für mehrere Konten nutzen. Sie und Ihre Mitarbeiter sollten niemals Passwörter auf schriftlichen Notizen, in Textdateien oder in der Cloud verwahren. Nutzen Sie zusätzlich 2-Faktor-Authentifizierung beim Zugriff auf sensible Firmendaten. Hier finden Sie einige Tipps dazu, wie Sie ein starkes Passwort festlegen.

4. Installieren Sie ein Antivirenprogramm und halten Sie es auf dem neuesten Stand

Antivirensoftware wurde entwickelt, um Sie vor jeglicher Art von bösartiger Software (wie Erpressersoftware, Trojaner und Botnets) zu schützen. Daher sollte das Installieren und regelmäßige Aktualisieren von Virenschutz mehr als eine Gewohnheit werden. Wenn Ihr Antivirenprogramm ein Problem meldet, müssen Sie dieses ernst nehmen und den Instruktionen folgen, damit alles wieder ordnungsmäßig abläuft.

5. Erstellen Sie regelmäßig Back-ups, um Ihre Daten vor Ransomware zu schützen

Kriminelle können Erpressersoftware auf Ihrem Computer installieren und Ihre Daten entwenden. Unternehmen sind die Zielscheibe für solche Angriffe, da sie am häufigsten dazu bereit sind, große Geldsummen zu zahlen, um Zugriff auf ihre Daten zurückzuerlangen. Ihre Daten können auch infolge von Naturkatastrophen wie Feuer oder Wasserschäden in Ihrem Büro kompromittiert werden. Um Ihr Unternehmen vor Erpressersoftwareattacken und anderen Bedrohungen zu schützen, sollten Sie regelmäßige Back-ups Ihrer wichtigen Daten erstellen. Mithilfe von Back-ups können Sie Daten einfach wiederherstellen und sicherstellen, dass Sie Ihren Kunden Ihre Dienstleistungen bereitstellen können. Vergessen Sie jedoch nicht: Wenn Sie einen Cloudservice oder einen anderen gehosteten Service nutzen, wird nicht unbedingt ein Back-up Ihrer Daten erstellt. Um Ihre Daten zu sichern muss explizit vertraglich festgelegt werden, dass ein Back-up-Service garantiert wird. Hier können Sie lesen, wie Sie bei einem Erpressersoftwareangriff Ihre Dateien mithilfe von Tresorit wiederherstellen können.

6. Verschlüsseln Sie, um die Privatsphäre & Vertraulichkeit Ihrer Dateien sicherzustellen

Verschlüsselung ist aktuell die beste Methode, Ihre Privatsphäre und vertrauliche Daten zu schützen. Es gibt verschiedene Verschlüsselungstechnologien, aber Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet die höchste Sicherheitsstufe für Ihre vertraulichen Dokumente. Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erfolgt die Verschlüsselung clientseitig, so dass Ihre Dateien verschlüsselt werden, bevor sie Ihr Gerät verlassen und so lange vollständig verschlüsselt bleiben, bis sie den Empfänger erreichen. Ausschließlich Sie haben den Code zum Öffnen und Teilen der Dateien. Das Zero-Knowledge-Prinzip, das auch von Tresorit verwendet wird, bedeutet, dass der von Ihnen gewählte Anbieter Ihre Dateien und Passwörter niemals unverschlüsselt oder in Klartext einsehen kann. Im Falle einer Datenpanne kann niemand die Inhalte Ihrer Dateien entschlüsseln, so dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass Ihre vertraulichen Dokumente zugänglich gemacht werden.

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